Historie
Zum Erreichen niedrigster Emissionswerte von Kohlenwasserstoff-Verbindungen aus einem Kunststoff-Kraftstoff-Behälter, wird häufig die Coextrusionstechnik (Coex) eingesetzt. Bei dieser Technologie besteht die Tankwand aus mindestens 5 oder mehr Schichten.
Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Barriereschicht zu. Sie reduziert die Kohlenwasserstoff-Emission erheblich. Aktuell ist der Barrierewerkstoff in den meisten Fällen Ethylenvinylalkohol (EVOH). Für die Qualitätssicherung ist es wichtig, die Dicke dieser EVOH-Schicht zu messen. Bisher werden dazu Proben aus dem Kraftstoffbehälter ausgesägt, Microtomschnitte angefertigt, eingefärbt und unter dem Mikroskop vermessen. Ein zeitaufwändiges und zerstörendes Messverfahren.
Problematik
Eine Ultraschallmessung dünner Schichten (<100 µm) erfordert den Einsatz hoher Frequenzen, gerade diese werden im Kunststoff jedoch extrem stark gedämpft.
Lösung
Gemeinsam mit Kautex Textron in Bonn ist es PROSENSYS durch den Einsatz moderner Methoden der digitalen Signalverarbeitung dennoch gelungen, ein EVOH-Schichtdickenmessgerät auf Grundlage der Ultraschalltechnik zu entwickeln, das genau diese Anforderungen erfüllt. Mit Hilfe des Finite-Layer-Modelling (FLM) wird der Schichtaufbau synthetisiert und überlagerte Signale getrennt. Das Gerät ermittelt zuverlässig EVOH-Schichtdicken ab
40 - 50 µm.
Microtomschnitt
Coextrudierter Kunststoff-Kraftstoff-Behälter, EVOH-Barierreschicht violett eingefärbt.

Bildschirmoberfläche
Beispiel für die Gestaltung der Bedieneroberfläche.

Technische Daten
Spezifikation
Gesamtwanddicke 2-8 mm
EVOH-Schichtdicke 50-250 µm
Messgenauigkeit +/-10 µm bei 3 % EVOH-Schicht
Geeignet für
• Kunststoff-Kraftstoff-Behälter
• Pflanzenschutzmittel Flaschen
• Lebensmittel Verpackungen
• IBC Behälter
• …

